Energie Cottbus
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Saisonchronik 2007/08 → 1. Bundesliga: Hannover 96 (H)
Besonderes Spiel: Höchster Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte

1. Bundesliga 2007/08 - 17. Spieltag
Freitag, 14.12.2007
Stadion der Freundschaft, Cottbus

14.026 Zuschauer

5:1
FC Energie Cottbus (3:0) Hannover 96

Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)

Gegnerstatistik:
Hannover 96

Programm Plakat Presseinfo Bericht

Tore

1:0 C. Bassila (11.)
2:0 D. Sörensen (30.)
3:0 D. Rangelov (44.)
4:0 D. Ziebig (65.)
4:1 T. Kleine (69.)
5:1 D. Rangelov (70.)

FC Energie Cottbus

G. Tremmel - V. da Silva, I. Mitreski , M. Cvitanovic, D. Ziebig - C. Bassila  - S. Angelov, E. Skela, T. Rost - D. Sörensen, D. Rangelov

Auswechslungen:
J. Shao für D. Rangelov (84.)
S. Rivic für E. Skela (89.)

Trainer: Bojan Prasnikar

Hannover 96

R. Enke - S. Cherundolo, Vinicius, T. Kleine, M. Tarnat - A. Lala  , C. Schulz - S. Huszti  , S. Pinto, G. Krebs - M. Hanke

Auswechslungen:
J. Rosenthal für M. Tarnat (46.)
V. Hashemian für A. Lala (46.)
J. Stajner für G. Krebs (61.)

Trainer: Dieter Hecking

Besonderes Vorkommnis / Sonstiges

-Spielbericht-

Sich vor heimischen Publikum anständig in die Winterpause zu verabschieden ist immer gut fürs Gefühl und die Moral. Eines der eindrucksvollsten Jahresendsiege gab es 2007 in der Bundesliga.

Wenn der Tabellenletzte der Bundesliga auf den Fünftplatzierten trifft, sind die Vorhersagen für den Spielausgang oft einseitig. Energie stand mit nur zwölf Punkten und zwölf geschossenen Toren am Tabellenende, während die Gäste von Hannover 96 gern weiter Richtung Europa schielen wollten. Trotz der schier ausweglosen Lage und kalter Temperaturen lockte das letzte Spiel des Jahres unter Flutlicht an diesem Freitagabend über 14.000 Zuschauer ins Stadion. Hannover zeigte in den ersten Minuten, warum die Niedersachsen so weit oben stehen. Sie ließen den Ball sicher laufen und warteten auf ihre Chance, im richtigen Moment nach vorne zu spielen. Da diese Gelegenheit aber nicht kam, weil sich die Lausitzer nicht locken ließen, verpuffte der Ansatz der Hecking-Elf. Vielmehr übernahmen die Cottbuser durch ihre enorme Aggressivität immer mehr das Kommando und drängten Hannover zurück. Nach einer Ecke von Ervin Skela und einer ungewollten Verlängerung am ersten Pfosten wuchtete Christian Bassila den Ball per Kopf in die Maschen - 1:0 nach elf Minuten! Im Anschluss daran hatten die 96er unter anderem durch Toptorjäger Mike Hanke die Chancen zum Ausgleich, jedoch landeten die Versuche neben dem Tor. Cottbus dagegen verteidigte weiterhin sehr geschickt und hatte mit Dimitar Rangelov und Dennis Sörensen zwei brandgefährliche Stürmer auf dem Platz. Die Tore zum 2:0 und 3:0 waren jeweils Co-Produktionen des dänisch-bulgarischen Duos. Erst legte Rangelov per Flanke für Sörensen auf, der sich im Rücken der Hannover-Deckung anschlich und per Flugkopfball in der 30. Minute vollendete. Und kurz vor der Pause schickte Sörensen Rangelov steil, der dann auch noch Keeper Robert Enke souverän überwand. 3:0 zur Pause – die Stimmung im Stadion war großartig und auch die „sowas hat man lange nicht gesehen“-Chöre waren nicht etwa nur Floskeln, sondern Ausdruck purer Erleichterung. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es stimmungsvoll, auch wenn zuerst die Gäste mit Wut im Bauch aus der Kabine kamen. Doch viel mehr als eine Chance und ein Schuss über die Latte entwickelte Hannover nicht, FCE-Keeper Gerhard Tremmel verlebte einen extrem ruhigen Abend. Dafür hätte Enke auf der Gegenseite beinahe das vierte Gegentor kassiert, doch Stanislav Angelov brachte das Kunststück fertig, den Ball über das leere Tor zu schießen. Besser machte es in der 65. Minute dann Daniel Ziebig, der über halblinks zu einem Solo ansetzte und erst einen Abwehrspieler umkurvte und einen weiteren austanzte. Im Strafraum angekommen, zog der Linksverteidiger ab und schoss Cherundolo derart ans Bein, dass das Leder von dort ins Tor sprang. Das Anschlusstor fünf Minuten danach, konnte den schwachen Auftritt der Niedersachsen kaum beschönigen, zumal Energie Sekunden später durch Rangelovs zweiten Treffer erneut erhöhten. Energie war an diesem Freitagabend wie im Rausch und siegte auch in der Höhe verdient mit 5:1. Mit dem höchsten Bundesliga-Sieg und der neuen Hoffnung auf den Klassenerhalt ging es für alle in die Weihnachtsfeiertage.

(Text: Dezember 2025)