Energie Cottbus
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1. Mannschaft 2022/23Axel Borgmann

Abwehr Axel Borgmann


Autogrammkarten & Nummern

2019/2020
2020/2120
2021/2220
Geburtstag * 08.07.1994 in Mülheim an der Ruhr
NationalitätDeutschland
Pflichtspiele Profis200
Tore Profis19
Zeit bei Energie08/2019 -
Energiefußballer des Jahres2022: 1. Platz
2023: 1. Platz
2025: 3. Platz
Mannschaftskapitän08/2021 - 10/2023
07/2024 -
Erstes Spiel für Energie20.08.2019, SV Schwarz-Rot Neustadt (Dosse) - FC Energie 0:7 (0:1) (Pokal)
Letztes Spiel für Energie16.05.2026, SSV Jahn Regensburg - FC Energie 0:1 (0:1)
Vereine vor EnergieTuSpo Saarn 1908 (07/1998 - 12/2005)
MSV Duisburg (01/2006 - 06/2008)
FC Schalke 04 (07/2008 - 06/2015)
FC Vaduz (Liechtenstein, 09/2015 - 08/2018)
VVV Venlo (Niederlande, 08/2018 - 06/2019)
Vereine nach Energie-

Saisonstatistik

Saison Wettbewerb Spiele Tore Ein Aus
2025/263. Liga37524
2025/26DFB-Pokal2000
2025/26FLB-Pokal2001
2024/253. Liga3311010
2024/25DFB-Pokal1010
2024/25FLB-Pokal4021
2023/24Regionalliga Nordost9001
2023/24DFB-Pokal1000
2023/24FLB-Pokal2010
2022/23Regionalliga Nordost31400
2022/23Relegation 3. Liga2000
2022/23DFB-Pokal1000
2022/23FLB-Pokal6401
2021/22Regionalliga Nordost34411
2021/22FLB-Pokal5001
2020/21Regionalliga Nordost8000
2020/21FLB-Pokal2001
2019/20Regionalliga Nordost17100
2019/20FLB-Pokal3000

Biographie

Axel Borgmann, unser Kapitän und absoluter Leistungsträger dieser Mannschaft steht wie kein Zweiter für das Gesicht unseres FCE. Seit nunmehr sieben Jahren trägt Borge unsere Farben und ist auf und neben dem Platz ein sehr geschätzter Mitspieler mit Vorbildcharakter. Axel Borgmann hat wahrlich alles miterlebt - Höhen, Tiefen, glanzvolle Momente, wie auch tiefe Trauer. Dass er trotz diverser Rückschläge nie aufgegeben hat, immer fest an das große Ziel geglaubt hat und alles dafür gab es zu erreichen, ehrt ihn als ganz besonderen Sportsmann. Mit seinem 200. Pflichtspieleinsatz für Energie hat er zudem eine Marke erreicht, die vor ihm zuletzt nur Legenden wie Timo Rost im Jahr 2008 oder davor Tomislav Piplica 2006 erreicht haben. 200 Spiele Leidenschaft und Einsatz, die für immer in den Geschichtsbüchern dieses Vereins verewigt stehen und Axel Borgmann zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten des Fußballsports in Cottbus machen.

Axel Borgmann ist aus dieser Mannschaft kaum mehr wegzudenken. Der Dauerbrenner im Team ist nicht nur Kapitän und Führungsspieler der Mannschaft - 2022 und 2023 wurde er auch von den Fans mit der Auszeichnung "Energiefußballer des Jahres" geehrt. Borgmann ist ein echter Glücksgriff für den FCE. Auf dem Platz gibt er stets alles, wo er zuweilen neben der herausragenden Rolle in der Abwehr oder im Mittelfeld auch als Torvorbereiter oder Traumtorschütze auftritt. In der abgelaufenen Saison war er mit seinen Toren zudem maßgeblich am Saisonerfolg der Mannschaft beteiligt. Aber der Reihe nach. Gehen wir ein paar Jahre zurück und beleuchten einmal, wie es überhaupt zu 200 Spielen in der Lausitz kommen konnte.

Der 1994 in Mülheim an der Ruhr geborene Profi kam im August 2019 vom holländischen Erstligisten VVV Venlo in die Lausitz und erspielte sich auf Anhieb einen Stammplatz. Auf der Außenverteidiger-Position zu Hause, beackerte Borgmann schon damals in jedem Spiel die gegnerischen Angreifer und bestach durch seine gute Technik und Ruhe am Ball. Schließlich genoss der Junge aus dem Ruhrpott auch eine sehr gute fußballerische Ausbildung - von 2008 bis 2015 spielte er für Schalke 04, wurde 2012 Deutscher Meister mit der A-Jugend und stand auch Mal im Kader der U20-Nationalmannschaft des DFB.

2013/14 ragte Borgmann in seinem ersten Jahr bei den Herren durch gute Leistungen in der zweiten Mannschaft der Schalker heraus, sodass ihn der damalige Bundesliga-Coach Roberto Di Matteo im darauffolgenden Jahr ein ums andere Mal für den 18er-Kader nominierte. Von 2015 bis 2018 wagte Borgmann dann den Gang ins Ausland, spielte für den FC Vaduz aus Liechtenstein und gewann dort einmal den Pokal. 2018/19 erfolgte sein Wechsel in die holländische Eredivisie zum VVV Venlo, wo er sieben Mal zum Einsatz kam.

Mit der darauffolgenden Station in Cottbus meldete sich Borgmann wieder in Deutschland zurück. Unter Pele Wollitz wurde er Stammspieler und erspielte sich mit der Mannschaft 2019/20 zur Winterpause den ersten Tabellenplatz. Dabei wirkte Borgmann unter anderem in den tollen Heimauftritten gegen den BFC (6:0) oder Hertha BSC II (3:1), aber auch bei den starken Auswärtsspielen in Lichtenberg (2:0) und Altglienicke (3:0) mit und gehörte zu den Leistungsträgern. Beim 2:1-Sieg in Nordhausen erzielte Borgmann zudem sein erstes Tor für Energie. Nachdem die Rückrunde Corona-bedingt abgebrochen und auch die Folgesaison 2020/21 nur bis in den Herbst gespielt wurde, musste er mit der Mannschaft zwangsweise pausieren.

In der Saison 2021/22 bekam Borgmann dann noch mehr Vertrauen zugesprochen und wurde neuer Kapitän unserer Mannschaft. Zudem war er einer der Dauerbrenner des Teams und kam 34 Mal in der Liga zum Einsatz. Dabei erzielte er auch vier Treffer für den FCE - unter anderem einen Doppelpack beim 9:0-Kantersieg über den FC Eilenburg. Am Saisonende reichte es für Energie nur für Rang 3 - dafür gewann Borge aber mit dem Team erstmals den Landespokal gegen Krieschow und verdiente sich somit in der darauffolgenden Saison einen Auftritt auf der DFB-Pokalbühne gegen Werder Bremen (1:2).

In der Saison 2022/23 war Borgmann teamintern wieder vorne mit dabei, wenn es um die Anzahl der absolvierten Partien ging. Aber auch in Sachen Leistungsbereitschaft war er erneut der Vorzeige-Spieler schlechthin. Mit einer Ruhe und Souveränität ging er in jedes Spiel, führte jeden Zweikampf seriös und abgeklärt und setzte auch immer wieder Impulse nach vorn. Unvergessen dabei sicherlich sein Fallrückziehertor gegen Lichtenberg (5:0). Aber auch sein wichtiges Tor gegen Lok Leipzig (3:1) oder der Geniestreich gegen TeBe (2:1) machten ihn so wertvoll für unser Team. Erstmals wählten ihn die Fans daher zum Energiefußballer des Jahres 2022 und würdigten seine herausragenden Leistungen für unseren Verein. Dass Borge mit dem FCE am Saisonende auch die Meisterschaft der Regionalliga Nordost holte und den Landespokal verteidigte, war nicht zuletzt auch sein Verdienst. Einzig die unsägliche Relegation gegen Unterhaching und der verpasste Aufstieg passten nicht so recht ins Bild.

Borgmann entschied sich trotz des Verbleibs in der Regionalliga auch für einen Verbleib beim FCE. Mit seiner Vertragsverlängerung setzte er ein Zeichen und glaubte somit an die erneute Chance oben angreifen zu können. Trotz Startschwierigkeiten in der Liga tastete sich Energie im Saisonverlauf wieder an die Spitze heran. Vom 3. bis zum 10. Spieltag holte Borgmann und der FCE bis auf ein Remis nur Siege - doch dann überkam ein echter Schock den ganzen Verein. Am 6. Oktober 2023 erlitt Axel Borgmann beim Auswärtsspiel in Eilenburg einen Kreuzbandriss. Das bedeutete das Saisonaus für den Kapitän und Leistungsträger unserer Mannschaft. Borgmann begleitete das Team trotz Verletzung als mentaler Unterstützer überall hin, war immer dabei, wenn Energie mal am Boden lag und psychologische Aufbauarbeit oder Motivation notwendig war. Auch die Fans würdigten ihren Capitano erneut und wählten ihn auch für die Leistungen aus der vorangegangenen Meisterschaftssaison erneut zum Energiefußballer des Jahres. und so sah er letztlich am Rande zu, wie die Mannschaft sich spätestens ab der Rückrunde in einen wahren Rausch spielte und unmögliche Spiele noch in dramatischen Schlussphasen drehte und Punkt um Punkt zur erneuten Meisterschaft holte. Diesmal wurde der Titel auch mit dem Aufstieg belohnt - und auch der erneute Landespokaltriumph krönte eine intensive und herausragende Saison.

Axel Borgmann arbeitete auch beim Start der Drittliga-Saison 2024/25 weiter an der Rückkehr in die Mannschaft. Der lange Reha-Prozess sollte sich aber als richtige Entscheidung erweisen und Axel noch stärker zurückkommen lassen. Der Saisonauftakt verlief unglücklich für Energie und endete mit Niederlagen gegen Bielefeld und Dresden - die später ja auch als Aufsteiger hochgehen sollten. Am 3. Spieltag kam die Alemannia aus Aachen nach Cottbus und alle erhofften sich die ersten Punkte in jener Saison. Das Spiel plätscherte nach dem Ausgleich der Aachener kurz nach der Pause etwas vor sich hin, bis Pele Wollitz in der 78. Minute mit der Einwechslung von Borgmann das Stadion wachküsste. Unter frenetischem Applaus wurde das Comeback des Kapitäns nach monatelanger Pause gefeiert. Und dann kam sie, die lange Nachspielzeit. Eigentlich waren die angezeigten Nachspielminuten schon abgelaufen, doch der Schiedsrichter ließ einige Ecken für Energie noch ausführen. Die letzte Ecke des Spiels landete plötzlich 20 Meter vor dem Tor bei Borgmann. Der nahm Maß und versenkte den Ball in der 98. Minute im Kasten der Aachener. Wahnsinn! Eine schönere Geschichte konnte man eigentlich nicht schreiben. Borge war zurück, Borge ging wieder voran und Borge brachte den ersten Saisonsieg.

In 33 Spielen ging der Kapitän voran wieder voran, und spielte, als wäre er nie weg gewesen. Mit hervorragenden Leistungen schafften er und die Mannschaft es, sich vom reinen Neuling zu einem ernsthaften Aufstiegskandidaten zu entwickeln. Sensationelle Siege wie das 5:2 in Osnabrück, ein 5:1 gegen 1860 München oder ein 3:1 daheim gegen Hansa Rostock ließen Energie immer weiter klettern und sogar mehrere Spieltage an der Tabellenspitze der 3. Liga verweilen. Und auch der Rückrundenauftakt wurde durch ein 2:0 beim Topteam aus Bielefeld gemeistert. Dennoch hatten sich die Gegner irgendwann besser auf diese Wucht von Energie Cottbus eingestellt und der FCE verlor etwas an Boden. Dass die Mannschaft aber bis zum allerletzten Spieltag die Chance hatte, die Top 3 zu halten, sprach für eine sensationelle Spielzeit. Und auch wenn Borgmann und sein Team am Ende nur Vierter wurden - es zeigte sich da bereits, welches Potenzial im Team steckte.

2025/26 begann entsprechend engagiert und auch für Axel Borgmann sollte es eine ganz besondere Saison werden. In 37 von 38 Spielen stand er für Cottbus auf dem Platz - nur Erik Engelhardt spielte mehr als der Kapitän, der einmal gelbgesperrt aussetzen musste. Zudem ließ Borge seine Torgefahr auffällig oft aufblitzen und schaltete sich ständig in die Offensive des Teams mit ein. So erzielte er abermals wichtige Treffer für den mannschaftlichen Erfolg: beim 3:0-Sieg in Mannheim traf er erstmals und sorgte mit seinem Siegtreffer im Heimspiel gegen Schweinfurt für sehr wichtige Punkte. Das 2:1-Siegtor kurz vor Schluss in Aue - erzielt von Axel Borgmann. Genauso der geniale Coup von Wollitz, Cigerci und Borgmann bei Stuttgart II einzuwechseln und damit den Rückstand aufzuholen - das 2:1 am Ende schoss wiederum der Kapitän. Nach einer kleinen Minikrise erlöste Borgmann in Havelse das Team mit seinem Treffer zum 1:0. Borgmann rannte, kämpfte, schoss und bereitete vor. So zum Beispiel in drei ganz wichtigen und emotionalen Topspielen der Hinrunde, wo er beim 3:1 in Rostock, beim 3:2 in Essen und beim 3:2 gegen Duisburg jeweils als Vorlagengeber bei Toren assistierte. Insgesamt fünf Tore und fünf Vorlagen vereinte Borge in der abgelaufenen Saison auf sich. Ob im zentralen Mittelfeld oder auf der linken defensiven Außenbahn, wo immer Pele ihn aufstellte, Borge lieferte. Und am Ende belohnte sich Energie und Axel Borgmann mit einem rauschenden Fest am letzten Spieltag in Regensburg, als die Rückkehr in die 2. Bundesliga geschafft wurde. Noch während der Feierlichkeiten sickerte durch, dass Axel Borgmann noch mindestens bis 2028 in Cottbus spielen wird. Rausch, Capitano!

(Stand: Mai 2026)